Startseite | Datenschutz | Sitemap | Impressum | Kontakt

Pädagogische Schwerpunkte

3.1 Grundlegende Prinzipien

Freizeit im offenen Ganztag, heißt in erster Linie „Zeit zum Spielen haben“. Spielen bedeutet: sich entwickeln, reifen, lernen. All das geschieht spielerisch von selbst, aus dem eigenen Antrieb der Neugierde heraus und mit Lust am Tun.
Wir gestalten die Umgebung für unsere Kinder so, dass sie vielfältige Möglichkeiten haben, spielerisch aktiv zu sein.
Wir legen aber auch Wert darauf, dass Kinder Aufgaben und Pflichten übernehmen um sich Alltagskompetenzen zu erwerben. Ordnung zu halten, aufzuräumen, für Sauberkeit zu sorgen, z. B. im Essensbereich. Zu diesen Dingen werden unsere Kinder täglich angehalten.
Darüber hinaus, finden Kinder unserer Schule viele Gelegenheiten handwerkliche Erfahrungen zu sammeln, unterschiedliche Werkstoffe kennen zu lernen und zu bearbeiten. Naturerleben findet jederzeit draußen statt, insbesondere jedoch in unserem großen Schulgarten. Hier lernen Kinder unter Anleitung alle Vorgänge und Arbeiten eines Gartenjahres kennen.
Gemeinsam nehmen wir auch die Angebote öffentlicher Einrichtungen wahr, gehen z. B. ins Türmchen oder die Spieliothek.
Insgesamt haben unsere Kinder mannigfaltige Gelegenheiten sich selbst zu erproben, zu entdecken was in ihnen steckt, ihr Können zu beweisen und Vertrauen in ihre eigene Kraft zu gewinnen.

Wir bieten Kindern optimale Bedingungen für ihre ganzheitliche Bildung und Entwicklung. Wir begleiten, fördern und fordern Kinder in allen Entwicklungsbereichen; den:

sensorischen – motorischen – ästhetischen – kognitiven – sprachlichen und musischen.

Die Charakterbildung hat bei uns ebenfalls einen hohen Stellenwert. Wir fördern die emotionale und soziale Bildung. Dazu gehören für das Team unserer Schule:

Frustrationstoleranz – Gewissensbildung – Arbeitshaltung – Leistungsbereitschaft – Zuverlässigkeit – Selbständigkeit – Verantwortungsbereitschaft – Konfliktverhalten – Kooperationsfähigkeit – Beziehungsfähigkeit – Interaktionsfähigkeit.



3.2 Die Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Bei den Arbeitsgemeinschaften liegt ein Schwerpunkt bei den Bewegungsangeboten. Von Montag bis Donnerstag haben wir jeden Tag ein Sportangebot (Spielsport, Fußball, Breitensport). Unser Anliegen ist, den Kindern in diesem Bereich viele Möglichkeiten zu bieten, da durch den Rückgang der Straßenspielkultur und zunehmende Verhäuslichung des Kinderspiels viele natürliche Bewegungsgelegenheiten verloren gegangen sind.
Bewegung ist elementarer Bestandteil des menschlichen „Da Seins“. Durch sie lernt das Kind den eigenen Körper und damit sich selbst kennen, kann sich mit seinen körperlichen Fähigkeiten auseinandersetzen und ein Bild von sich selbst entwickeln. In Bewegung spürt es z. B. seine Energie, aber auch seine Erschöpfung, kann es Gefühle wie Freude und Lust erfahren. Über Bewegung lernen Kinder auch die dingliche und räumliche Umwelt kennen.

Damit sind wir bei weiteren Schwerpunkten unserer AG–Angebote, bei der Werk AG und der Garten AG. Obwohl sie nicht zu den Sportangeboten gehören, bringen sie unsere Kinder in Bewegung und oft auch ins Schwitzen. Gerade in diesen Bereichen bekommen sie vielfältige Eindrücke, die sie über ihre Sinne aufnehmen, speichern und verarbeiten. So wird ihr Wissens- und Erfahrungsschatz von Jahr zu Jahr größer.

Musik, Rhythmus und Tanz kommen ebenfalls nicht zu kurz. Eine Mitarbeiterin der städtischen Musikschule leitet einmal in der Woche die Musik AG.

In der Theater AG, die von Lehrerinnen unserer Schule initiiert wurde und geleitet wird, erarbeiten sich Mädchen und Jungen mit Eifer und Darstellungsfreude jedes Jahr ein neues Stück, das sie bei Schulfesten und Veranstaltungen aufführen, zur Freude des Publikums.

Zu diesen, bis auf die Theater – AG von Honorarkräften angebotenen Arbeitsgemeinschaften, melden sich die Kinder, je nach Wunsch und Neigung, zu Anfang des Schuljahres verbindlich an.

Jede/ r unserer Mitarbeiter /innen bietet zusätzlich eine AG an, an denen die Kinder fortlaufend oder aber auch wechselnd, teilnehmen können. Töpfern, Malerei, Fantasiereisen und Meditation, Naturwerkstatt, Arbeit am Computer, Backen und Kochen gehören zu diesen Angeboten.

Der Freitag ist AG frei. Zum Wochenende räumen wir gemeinsam auf, bringen alles wieder in Schuss, Nach getaner Arbeit, lassen wir es uns dann gut gehen, bei Musik, Tanz, Spielrunden oder …



3.3 Hausaufgaben

Wir legen Wert auf einen rhythmisierten Tagesablauf, damit die Zeit der Kinder nicht unnötig zerstückelt wird. In der Praxis sieht das so aus, dass die Schüler/innen nach Unterrichtsende in aller Ruhe und mit Zeit und Muße zu Mittag essen. Anschließend gehen sie in ihre Hausaufgabengruppen. Die Jungen und Mädchen der ersten und zweiten Klassen machen jeweils in einem eigenen Raum mit der ihnen zugeordneten Hausaufgabenkraft ihre Aufgaben.
Da der Unterricht in den Jahrgangsstufen eins und zwei in der Regel eher endet als in den dritten und vierten Klassen, beginnt für die jüngeren Kinder die Zeit der Hausaufgabenbetreuung dementsprechend auch früher, ab 11.45 bis 14.00 Uhr. Für die Schüler(innen) der Klassen drei und vier beginnt, ebenfalls in einem eigenen Bereich und mit einer eigenen Betreuungskraft, die Hausaufgabenzeit beginnt um 13.00 Uhr und geht bis 14.30 Uhr. Innerhalb dieser 90 Minuten können die Kinder selbständig oder mit Unterstützung ihre Aufgaben machen.

Die pädagogischen Mitarbeiter achten darauf, dass dies in ruhiger Arbeitsatmosphäre geschieht. Jeder führt für die Kinder seiner Jahrgangsstufe einen Beobachtungsbogen, in dem durch kurze Eintragungen das Arbeitsverhalten dokumentiert wird. Bei Bedarf oder wenn es Fragen gibt, nehmen wir Kontakt zu den Klassenlehrern oder Eltern auf. Die Hausaufgabenzeit endet um 14.30 Uhr, danach beginnen die Arbeitsgemeinschaften.

3.4 Besonderheiten

Wir verfügen über optimale Bedingungen für eine Ganztagsschule. Die Aufenthaltsräume liegen in einem separaten Innenbereich, sodass wir kurze Wege haben und die pädagogischen Mitarbeiter sich jederzeit kurzschließen können. So haben wir, trotz der ständigen Bewegung stets einen guten Überblick über die Kinder. Zur Schule gehören eine Turnhalle, eine Schwimmhalle, ein Rasenfußballplatz, ein Schulhof mit Spiel- und Klettergeräten und ein großer Schulgarten, ideale Voraussetzungen für jede Menge Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.

Zu unserem pädagogischen Team gehören Männer und Frauen von Anfang zwanzig bis Anfang sechzig. Wir sind froh so einen großen Schatz von Wissen und Erfahrung aus verschiedenen Generationen in unsere pädagogische Arbeit einfließen lassen zu können.

Wir sind unseren Kindern verlässliche Entwicklungsbegleiter. Jede Jahrgangsstufe hat seine Gruppenerzieher/innen, die sie bis zur vierten Klasse behalten. So können sich stabile Beziehungen entwickeln und wir können die Entwicklung jedes einzelnen Kindes über die gesamte Schulzeit verfolgen, es in seiner Individualität wahrnehmen und seiner eigenen Art entsprechend unterstützen.

Die Einteilung nach Jahrgangsstufen ist keine starre Einteilung sondern ein sicherer Rahmen, der gerade den jüngeren Kindern Orientierung und Geborgenheit bietet. Jedes Kind weiß so, bei wem es sich an- bzw. abmelden muss, wem es in „seinen“ Angelegenheiten Fragen stellen kann. So kann es sich sicher sein, auf wen es trifft, wenn es in den Betreuungsbereich geht. Auch für die Erzieherinnen ist diese Struktur äußerst wichtig. Diese Struktur hilft, die Kinder mit all ihren Besonderheiten und Eigenarten intensiv zu kennen und den Kontakt zu deren Eltern zu halten.

Trotz dieser Gruppenzugehörigkeit können sich die Kinder, in Absprache mit „ihren Erziehern“, natürlich im gesamten Betreuungsbereich bewegen und aufhalten, an den Aktionen und Aktivitäten der anderen Gruppen teilnehmen und sich jederzeit gegenseitig besuchen. In den Arbeitsgemeinschaften und beim Aufenthalt im Außengelände haben sie ebenfalls ständig Gelegenheit gemeinsam aktiv zu sein oder miteinander zu spielen